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Lehrveranstaltungen des Lehrstuhls im WiSe 16/17

Lehrveranstaltungen des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte II (Prof. Dr. Birgit Studt) im Wintersemester 2016/2017

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Vorlesungen

 

Einführungsvorlesung in die Geschichtswissenschaft

Dozierende
Prof. Dr. Ronald Asch; Prof. Dr. Astrid Möller und Prof. Dr. Birgit Studt
Uhrzeit
Mittwoch 08:30-10:00 Uhr c.t.
Raum
Audimax, KG II
Veranstaltungsnummer
06LE11V-2016174
Kommentar
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Einführungsvorlesung stellt exemplarische Zugänge zu zentralen, übergreifenden historischen Phänomenen vor und erläutert dabei epochenspezifische Fragestellungen und aktuelle disziplinäre Forschungsansätze, die in den unterschiedlichen Teilbereichen der Geschichtswissenschaften entwickelt worden sind. Am Konzept der Politischen Kultur soll gezeigt werden, wie Herrschaft in historischen Gesellschaften funktionierte, begründet und gesichert wurde. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung von Ritualen der Herrschaftsausübung sowie den symbolischen Formen der Kommunikation, mit denen politische Ansprüche kommuniziert, Konflikte ausgetragen und Beherrschte integriert wurden. Es wird auch gefragt nach den Mechanismen der Entscheidungsfindung, dem Verhältnis von Religion und Politik, nach politischen Ideen und dominanten politischen Diskursen. Berücksichtigt werden sollen aber auch die soziale Ordnung und die zentralen politischen Institutionen.
Die Vorlesung schließt mit einer Klausur in der letzten Semesterwoche ab (8.2.)

  

 

Ringvorlesung (MARS)-Studiengang:
"Reformation/en im 16. Jahrhundert - Abschied vom Mittelalter?"
 

Dozierende
Prof. Dr. Karl-Heinz Braun und Prof. Dr. Birgit Studt
Uhrzeit
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr, 14 tägig
Raum
HS 1098, KG I
Veranstaltungsnummer
06LE11V-2016179
Kommentar
 

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Mittelalterzentrums.

Hauptseminare

 

Wahrnehmung und Selbstinzinierung der Stadt im Spät-MA

Dozierende Prof. Dr. Birgit Studt
Uhrzeit Montag 16:00-18:00 Uhr c.t.
Raum HS 4429, KG IV
Veranstaltungsnummer 06LE11S-20161758
Kommentar

Wie konzipierten mittelalterliche Städte selbst ihre Bürgergemeinschaft? Bereits im Spätmittelalter wurde die gemeinsame Vergangenheit als Stadtgemeinschaft zum Bezugspunkt öffentlicher Inszenierungen gemacht, die zur Stabilisierung von aktuellen Machtverhältnissen eingesetzt wurde.
Eine wichtige Rolle hierfür spielten Rituale und Zeremonien, die als Medien der Legitimation von Herrschaft durch die städtischen Eliten genutzt wurden. Das Seminar nimmt ebenso Schwurrituale, Prozessionen und Festveranstaltungen wie die Schauplätze kommunaler Selbstinszenierung als öffentliche Orte in den Blick: Marktplatz und Rathaus, Brunnen, Befestigungsanlagen, Hospitäler und Kirchen. Dabei wird auch nach medialen Funktion städtischer Historiographie zwischen Erinnerungsbewahrung und Kommunikation von Herrschaftsansprüchen zu fragen sein. Dafür gilt es, literarische wie kartographische Stadtdarstellungen zu untersuchen, in denen Entwürfe von Stadt und Urbanität verhandelt wurden.


Der Abgabetermin der Hausarbeit ist am 03.04.2017. Mündliche Prüfungen - nach individueller Absprache - zwischen dem 13.02. bis 13.04.2017.

Literatur

Rogge, Jörg: Kommunikation, Herrschaft und politische Kultur. Zur Praxis der öffentlichen Inszenierung und Darstellung von Ratsherrschaft in Städten des deutschen Reiches um 1500, in: Rudolf Schlögel (Hg.):Interaktion und Herrschaft. Die Politik der frühneuzeitlichen Stadt, Konstanz 2004, S. 381–408.

Meyer, Carla: „City branding“ im Mittelalter? Städtische Medien der Imagepflege bis 1500, in: Clemens Zimmermann (Hg.): Stadt und Medien. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Köln 2012, S. 19–48.

Schneider, Ute / Stercken, Martina: Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern, Köln 2014.

 

 

Proseminare

 

Die lutherische Reformation - ein epochaler Wandel?

Dozierende Dr. Pia Eckhart
Uhrzeit Dienstag 10:00-12:00 Uhr c.t.
Raum Bismarckallee 22, R 1
Veranstaltungsnummer 06LE11S-2016179
Kommentar Die Reformation hat Spuren bis in die Gegenwart hinein hinterlassen. Im Proseminar wird in der Perspektive vom Spätmittelalter her erarbeitet, wie sie sich als große religiöse, aber auch soziale und politische Bewegung durchsetzen und zu irreversiblen Veränderungen der Gesellschaft im Reich und in Europa führen konnte. Dabei sollen vor allem auch die Konstruktionen und Projektionen der (konfessionell geprägten) Geschichtswissenschaft und der Erinnerungskultur in den Blick genommen werden, die Luther als große historische Figur und die Reformation als ‚epochales Ereignis‘ ins kollektive Gedächtnis eingeprägt haben. Die von dem anstehenden Reformationsjubiläum angeregten Debatten und neuesten Publikationen helfen dabei zu klären, wie die Reformation angesichts einer langen und widersprüchlichen Forschungsgeschichte heute verstanden werden kann.

 

Diplomatie und Außenpolitik im 15. Jahrhundert

Dozierende Matthias Herm
Uhrzeit Donnerstag 14:00-16:00 Uhr c.t.
Raum Bismarckallee 22, R 7
Veranstaltungsnummer
06LE11S-20161721
Kommentar -
Literatur -

 

Europäische Expansion im 15. und 16. Jahrhundert

Dozierende Marco Tomaszewski
Uhrzeit Donnerstag 14:00-16:00 Uhr c.t.
Raum HS 1032, KG I
Veranstaltungsnummer 06LE11S-20161712
Kommentar

Dass die Europäer seit dem späten Mittelalter ihren Herrschafts- und Einflussbereich über den Kontinent hinaus zunehmend ausdehnten, hatte langfristige wirtschaftliche, politische, ökologische und kulturelle Folgen, die bis heute die Welt prägen.
Im Seminar geht es um die Anfangszeit dieser europäischen Expansion. Insbesondere die Expansion der Spanier und Portugiesen im 15. und 16. Jahrhundert zunächst auf der iberischen Halbinsel, dann nach Afrika, Asien und Amerika steht dabei im Zentrum. 
Was waren Motive und Ursachen, wer die treibenden Akteure? 
Neben diesen Fragen wird es auch darum gehen, Begriffe wie Kolonialismus, Globalisierung oder Kapitalismus zu diskutieren und reflektiert anzuwenden.
 

Der Abgabetermin der Hausarbeit ist am 03.04.2017. Mündliche Prüfungen - nach individueller Absprache - zwischen dem 13.02. bis 13.04.2017.

Literatur

Reinhard, Wolfgang: Die Unterwerfung der Welt. Globalgeschichte der europäischen Expansion 1415–2015, München 2016.


Schnurmann, Claudia: Europa trifft Amerika. Zwei alte Welten bilden eine neue atlantische Welt, 1492–1783, Berlin/Münster 2009.

 

Wissen über den Orient im Spätmittelalter

Dozierende Prof. Dr. Birgit Studt
Uhrzeit Dienstag 10:00-12:00 Uhr c.t.
Raum Breisacher Tor, R 207
Veranstaltungsnummer 06LE11S-20161713
Kommentar

Die Suche nach dem legendären Priesterkönig Johannes, dessen Reich seit dem 12. Jahrhundert als mächtiger christlicher Herrscher in Indien, dann in Zentralasien und seit dem 14. Jahrhundert in Äthiopien gesucht wurde, wird häufig am Beginn der europäischen Expansion gesehen. Doch bereits vor den Entdeckungsfahrten unter dem portugiesischen König Heinrich dem Seefahrer kursierten Informationen über das sagenhafte christliche Reich im Rücken des Islam in Form von Briefen, Reiseberichten, Enzyklopädien, Chroniken und Weltkarten. Diese Schriften lieferten nicht nur Handlungswissen zu Zwecken von Mission, Glaubenskampf und Handel, sondern sie wurden auch genutzt, um mit der Darstellung einer machtvollen Herrschaft über ein riesiges Reich und eines prachtvollen Hofes auch politisches Orientierungswissen für europäische Könige und Fürsten zu bieten. Im Seminar sollen die verschiedenen Typen der Quellentexte und ihre Funktionen in ihren jeweiligen Gebrauchskontexten untersucht werden.


Der Abgabetermin der Hausarbeit ist am 03.04.2017. Mündliche Prüfungen - nach individueller Absprache - zwischen dem 13.02. bis 13.04.2017.

Literatur

Knefelkamp, Ulrich: Europa auf der Suche nach dem Erzpriester Johannes. Bamberg 1990.

Münkler,Marina: Erfahrung des Fremden: die Beschreibung Ostasiens in den Augenzeugenberichten des 13. und 14.Jahrhunderts, Berlin 2000.

 

 

Übungen

Digital Humanities

Dozierende Dr. Pia Eckhart
Uhrzeit Montag 14:00-16:00 Uhr c.t.
Raum HS 4450 KG IV
Veranstaltungsnummer 06LE11Ü-20161715
Kommentar Die Nutzung digitaler Technik für die Geisteswissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten starken Zulauf bekommen, was sowohl die Anwendung als auch die Entwicklung spezifischer Analysetools betrifft. In den Geschichtswissenschaften können dank Datenbanken und Digitalisierungsprojekten immer größere Datenmengen bearbeitet werden. Für traditionelle Methoden der Historischen Hilfswissenschaften und der Editorik sind digitale Anwendungen nutzbar gemacht worden, gleichzeitig stellt die Analyse genuin digitaler Quellen z. B. aus dem Bereich der social media Zeithistoriker vor neue Aufgaben. Doch bringen die Möglichkeiten der digitalen Datenverarbeitung auch technische und methodische Probleme mit sich und tragen Anforderungen an Geisteswissenschaftler heran, die über deren Kernkompetenzen hinausgehen. In der Übung soll gemeinsam der Reichweite der Digital Humanities nachgegangen werden, auch mit Blick auf ihre Nutzung in Lehre und Forschung, auf Möglichkeiten einer weiterführenden Qualifikation (z. B. Masterstudiengänge) und den Einfluss digitaler Arbeitsweisen auf klassische Berufsfelder in Bibliothek, Archiv und Verlagswesen. Obwohl sich die Übung in erster Linie an Historiker richtet, sind interessierte Teilnehmer aus anderen geisteswissenschaftlichen Fachgebieten willkommen. Der Seminarstoff richtet sich nach den Interessen der Teilnehmer.

 

Lektürekurs Wirtschafts-Anthropologie der Vormoderne

Dozierende Marco Tomaszewski
Uhrzeit Dienstag 14:00-16:00 c.t. Uhr
Raum HS 1227, KG I
Veranstaltungsnummer 06LE11Ü-20161716
Kommentar Gewinnstreben, Nutzenmaximierung, Kostenkalkulation – Verhaltens- und Denkweisen modernen Wirtschaftens erscheinen häufig so selbstverständlich, dass für sie quasi ahistorische Gültigkeit beansprucht wird. Im Vergleich unterschiedlicher (historischer und gegenwärtiger) Kulturen zeigt sich jedoch, dass es tatsächlich kaum oder zumindest nur wenige anthropologische Konstanten des Wirtschaftens gibt.
Wie wirtschaften Menschen? Warum handeln sie? Welche Motive treiben sie beim Kaufen, Verkaufen oder Tauschen an? Aus welchen Gründen vergeben sie Kredite oder verschulden sich? Wie gehen sie mit Ressourcen um?
Diese und zahlreiche weitere Fragen des menschlichen Wirtschaftens als Thema der Wirtschaftsanthropologie stehen im Zentrum der Übung. Theoretische Arbeiten sollen ebenso gelesen und diskutiert werden wie empirische Fallstudien. Der Schwerpunkt liegt auf Forschungen, die sich mit Europa im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit befassen, also der Zeit vor der europäischen Moderne.
Literatur

Howell, Martha C.: Commerce before Capitalism in Europe, 1300–1600, Cambridge 2010.


Jancke, Gabriele; Schläppi, Daniel (Hgg.): Die Ökonomie sozialer Beziehungen. Ressourcenbewirtschaftungals Geben, Nehmen, Investieren, Verschwenden, Haushalten, Horten, Vererben, Schulden, Stuttgart 2015.

Mikl-Horke, Gertraude: Historische Soziologie der Wirtschaft. Wirtschaft und Wirtschaftsdenken in Geschichte und Gegenwart, München/Wien 1999.


Reinhard, Wolfgang (Hg.): Menschen und Märkte. Studien zur historischen Wirtschaftsanthropologie, Köln/Weimar/Wien 2007.

Signori, Gabriela (Hg.): Prekäre Ökonomien. Schulden in Spätmittelalter und Früher Neuzeit, Konstanz 2014.

 

Kolloquien

 

Prof. Dr. Birgit Studt

Oberseminar

Veranstaltungsnummer: 06LE11K-20161793

Freitag 03.02.2017 und Samstag 04.02.2017 jeweils 10:00-18:00 Uhr
Liefermannhaus, Goethestr. 33

In der Veranstaltung werden laufende und kürzlich abgeschlossene Forschungsvorhaben vorgestellt sowie neuere methodische Ansätze, aktuelle Kontroversen oder zentrale Neuerscheinungen zur historischen Mediävistik diskutiert. Es richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Examenskandidaten/ innen und Doktoranden/innen.
Bemerkung: Nur auf persönliche Einladung..

 

Prof. Dr. Birgit Studt

Examens-Kolloquium

Veranstaltungsnummer: 06LE11K-2016174

Das Examenskolloquium findet am Freitag den 10. Febr. 2017 von 9,00 bis 16.00 Uhr im KG IV ÜR 2 stat

Das Kolloquium wendet sich an Examenskandidaten/innen und fortgeschrittene Studierende. Es dient der Vorbereitung auf das Examen (v.a. Klausur, mündliches Staatsexamen).
Das Seminar findet als Kompaktveranstaltung in der zweiten Semesterhälfte statt.
Für die mündliche Staatsexamensprüfung im Frühjahr 2017 müssen Sie bis zum 30. September 2016 anmelden, indem Sie sich in eine Liste eintragen, die im Sekretariat ausliegt. In der Liste geben Sie an, von wem Sie bevorzugt geprüft werden wollen.
In der ersten Aprilwoche melden wir uns bei Ihnen, damit Sie noch Zeit haben, Ihr Prüfungsthema abzustimmen und dies beim Landeslehrerprüfungsamt anzumelden.
Alle Kandidaten werden dann schriftlich zu einer Vorbesprechung für das Kolloquium eingeladen.

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