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Lehrveranstaltungen des Lehrstuhls im Wintersemester 2014/2015

Vorlesungen

 

Prof. Dr. Birgit Studt

Begegnungen Europas mit der Welt. Handel, Kommunikation und kulturelle Transfers 1200-1500

Bereits vor der  Entdeckung Amerikas und der transatlantischen Expansion in der Frühen Neuzeit fand ein intensiver Austausch von Waren, Menschen und Ideen auf globaler Ebene statt. Europa wurde  in erster Linie über Handelskontakte im östlichen Mittelmeerraum in den eurasischen Handelsraum eingebunden. Ein wichtiges verbindendes Element war das Weltreich der Mongolen, das die Entstehung eines übergreifenden Verkehrs- und Kommunikationsraums begünstigte, in dem Personen, Waren und Ideen schneller als je zuvor die Kontinente durchwanderten. Das Zerbrechen der „Pax Mongolica“ in der Mitte des 14. Jahrhunderts bildete ein Hauptmotiv für die Suche nach einem anderen Zugang zu den Reichtümern des Ostens, was letztlich zur Erschließung der atlantischen Seewege entlang der westafrikanischen Küste, ins Nordmeer und nach Amerika führte. Die Vorlesung widmet sich den religiösen, sozialen und wirtschaftlichen Verflechtungen sowie den kulturellen und technologischen Transfers, die in erster Linie durch Kaufleute aus den italienischen Stadtrepubliken angetrieben wurden.

Literatur:
Mollat, Michel: Europa und das Meer, München 1993; Ertl, Thomas / Limberger, Michael

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Hauptseminare

 

Prof. Dr. Birgit Studt

Geschichte des Herzogtums Burgund - Herrschaftsmedien und Repräsentationskultur

 

Gemeinhin gilt das Herzogtum Burgund als Idealbeispiel für die Ausbildung moderner Staatlichkeit durch frühmoderne Herrschaftsformen, die allerdings gleichzeitig an eine traditionelle ritterlich orientierte Hofkultur rückgebunden war. Das Burgund der Valois-Herzöge, aus einer Seitenlinie des französischen Königshauses in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden, verdankt seinen Aufstieg einer ebenso ungewöhnlichen wie unvorhersehbaren Geschichte. Ursprünglich nicht mehr als ein Sammelsurium unterschiedlicher Territorien, versuchten die burgundischen Herzöge, ihre Herrschaft in diesen heterogenen Gebieten zu verankern und durch eine ausgesprochene Prestigepolitik Einheit und Zusammengehörigkeit herzustellen. Und dies mit einigem Erfolg, so dass der Hof der großen burgundischen Herzöge des 15. Jahrhunderts gern als Modell für andere europäische Höfe gedacht wird. Durch die vergleichende europäische Hofforschung werden allerdings zunehmend Zweifel hinsichtlich dieser Vorreiterrolle formuliert: War der Mythos Burgund, dessen Herzöge über einen wohlorganisierten Hofstaat und außerordentlichen Reichtum verfügten und einen höfischen Luxus sondergleichen zur Schau stellten, nicht doch eher eine Erfindung der zeitgenössischen Chronistik und einer belgischen Nationalgeschichtsschreibung, geronnen zu bildungsbürgerlichem Traditionsgut, das noch auf die lange nachwirkenden klassischen Werke von Huizinga und Calmette oder große Kunstaufstellungen zurückwirkte? Im Seminar sollen zentrale Aspekte der Herrschaftsausübung und Herrschaftsrepräsentation wie Hoforganisation, Verwaltung, Hofkultur, Diplomatie und Militärwesen, Historiographie und Literatur, Mäzenatentum in komparativer Perspektive herausgearbeitet werden.

Das Plenum des Seminars findet von 10-12 h statt, danach ist die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen in Arbeitsgruppen vorgesehen.

Einführende Literatur:
Hermann Kamp, Burgund (Beck Wissen) 2007.

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Dr. Steffen Krieb

Konzeptionen königlicher Herrschaft im Europa des 13. Jahrhunderts

Das 13. Jahrhundert gilt als entscheidende Phase für die langfristige Entwicklung der europäischen Monarchien zu moderner Staatlichkeit. In den großen europäischen Reichen formulierten die Könige mit Hilfe von Juristen einen bis dahin nicht gekannten Herrschaftsanspruch mit Durchgriffsrechten des Herrschers bis zum einzelnen Untertanen. Dieser u.a. in umfangreichen Gesetzeswerken – etwa den Konstitutionen von Melfi Friedrichs II. für Sizilien (1231), dem Liber Extra Papst Gregors IX. (1234), den Siete partidas Alfons X. von Kastilien (1256/58) – niedergelegte Anspruch traf jedoch auf den Widerstand der Teilhabe an der Herrschaft beanspruchenden Magnaten, der seinen Ausdruck nicht selten in gewaltsamen Aufständen gegen die Herrscher fand. Daher stehen den absolutistisch anmutenden Kodifikationen zahlreiche Dokumente gegenüber, in denen die Monarchen den sich herausbildenden Ständen Mitspracherechte zusichern mussten. Analysiert werden sollen insbesondere die Verfahren und Institutionen, mit denen die Herrschaftspartizipation ermöglicht, Konsens über politische Fragen und Akzeptanz für herrscherliches Handeln herbeigeführt wurden. Das Spannungsfeld von monarchischem Herrschaftsanspruch und ständischer Mitwirkung wird in vergleichender Perspektive betrachtet, um die unterschiedlichen Entwicklungspfade der europäischen Reiche auf dem Weg zu moderner Staatlichkeit zu verstehen.

Literatur:
Wolf, Armin: Gesetzgebung in Europa 1100 – 1500 . Zur Entstehung der Territorialstaaten, 2., überarb. und erw. Aufl., München 1996.
Abulafia, David S. H. (Hg.): The new Cambridge medieval history. c. 1198 - c. 1300, Cambridge [u.a.] 1999.
Schneidmüller, Bernd: Konsensuale Herrschaft. Ein Essay über Formen und Konzepte politischer Ordnungen im Mittelalter, in: Heinig, Paul-Joachim et. al. (Hg.): Reich, Regionen und Europa im Mittelalter und Neuzeit. Festschrift für Peter Moraw, Berlin 2000, S. 53 – 87.
Weiler, Björn K. U. (Hg.): England and Europe in the reign of Henry III (1216 - 1272), Aldershot [u.a.] 2002.
Seibert, Hubertus (Hg): Autorität und Akzeptanz. Das Reich im Europa des 13. Jahrhunderts, Ostfildern 2013.

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Proseminare

 

Dr. Steffen Krieb

Franz von Assisi und seine Bewegung

Der als Sohn eines Tuchhändlers geborene Franz von Assisi gehört zu den großen Charismatikern der mittelalterlichen Kirchengeschichte. Nach seiner Abkehr von der Welt und der Hinwendung zu einem Leben in radikaler Armut nach apostolischem Vorbild scharte er schnell eine große Schar von Anhängern um sich, die zu einer Herausforderung für die Amtskirche wurden. Trotz ihrer Nähe zu häretischen Gruppen wie den Waldensern oder Katharern wurden Franz und seine Bewegung nicht verfolgt, sondern in die kirchliche Hierarchie eingebunden. Innerhalb weniger Jahrzehnte entstand aus der Gemeinschaft ein Mönchsorden völlig neuen Typs, dessen Konvente nicht mehr in möglichst großer Abgeschiedenheit, sondern mitten in den aufblühenden Städten entstanden. Dort gehörten neben Gebet und Arbeit im Kloster gemäß der monastischen Tradition auch die Seelsorge zu den Tätigkeiten der Franziskaner. Im Zentrum des Seminars stehen zunächst das Leben und Wirken des Heiligen, seine Kanonisation sowie die nach seinem Tod entstehenden konkurrierenden Franziskus-Bilder. Im zweiten Teil sollen Verfassung und Struktur des Ordens sowie seine Ausbreitung in Europa thematisiert werden.

Literatur:
Feld, Helmut: Franziskus von Assisi und seine Bewegung, 2., überarb. Aufl., Darmstadt 2007.
Feld, Helmut: Franziskus von Assisi, 3. Aufl., München 2013.

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Dr. Michiel Decaluwé

Die kirchlichen Krisen des Spätmittelalters. Schisma und Zeit der Konzilien, 1378-1448

1378 wählten die Kardinäle einen neuen Papst. Kurz danach wählten sie noch einen. Nun gab es zwei Päpste. Jeder der zwei Päpste wurde von ungefähr der Hälfte der lateinischen Christenheit als wahrer Papst anerkannt. Lösungen für dieses Problem wurden gesucht, aber das Schisma dauerte dreißig Jahre an, bis ein allgemeines Konzil der Kirche zusammengerufen wurde. Das Konzil von Pisa versuchte, die beiden Päpste abzusetzen und wählte einen neuen Papst, der die lateinische Christenheit wieder einen sollte. Aber die abgesetzten Päpste erkannten die Absetzung nicht an und konnten immer noch auf erhebliche Unterstützung rechnen. Also gab es drei Päpste. Es wurde noch ein Mal ein Konzil zusammen gerufen, diesmal in Konstanz. Das Konstanzer Konzil war erfolgreicher als sein Vorgänger und in 1417 konnte sich die lateinische Christenheit freuen, an ihrer Spitze wieder nur einen Papst zu haben. Wenig später aber gewann eine schon im Schisma gereifte Idee, dass an der Spitze der Kirche nicht ein Papst sondern vielmehr ein Konzil stehen sollte, sehr deutlichen Zuspruch. Das in 1431 versammelte Basler Konzil versuchte diese als „Konziliarismus“ bezeichnete Idee umzusetzen und beschloss 1439 sogar, den einen Papst, den es nun gab, abzusetzen, weil er dem Konzil nicht gehorchen wollte. Die Zeit zwischen 1378 und 1449, als das Basler Konzil endete, ist sicherlich eine der spannendsten Episoden der Kirchengeschichte. Das PS widmet sich diese Zeit. Es nimmt nicht nur die kirchenpolitischen Ereignisse im Blick, sondern auch andere, nicht weniger zentrale Themen wie die kirchlichen Reformideen und –versuche der Zeit, den Konziliarismus, das Phänomen „Konzil“ und befasst sich mit der kirchlichen Krise als „europäischem“ Ereignis, das kulturelle, politische und intellektuelle Entwicklungen auf dem ganzen Kontinent beeinflusste.

Literatur:
Rollo-Koster (Joelle) und Izbicki (Thomas M.) Hg.,A Companion tothe Great Western Schism (1378-1417), Leiden-Boston, 2009; Müller (Heribert) und Helmrath (Johannes) Hg. , Die Konzilien von Pisa (1409), Konstanz (1414 - 1418) und Basel (1431 - 1449): Institution und Personen, Ostfildern, 2007.

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Dr. Steffen Krieb

Kriege führen und Frieden schließen im Spätmittelalter

Das Bild des Mittelalters als Zeitalter ungezügelter Gewalt ist durch die Forschungen zu den Regeln der Konfliktführung und -beilegung nachhaltig erschüttert worden. Es wäre dennoch falsch, das alte Bild des gewalttätigen einfach durch ein friedfertiges Mittelalter zu ersetzten. Die Ausübung militärischer Gewalt gehörte zu den selbstverständlichen Optionen politischen Handelns, deren materielle, soziale und geistige Voraussetzungen im Seminar behandelt werden sollen. Der zeitliche Schwerpunkt liegt dabei auf dem späten Mittelalter (13.-15. Jahrhundert), in dem sich der beschleunigte Wandel in Politik, Gesellschaft und Technik gut an den neuen Formen der Begründung, Führung und Beendigung von Kriegen ablesen lässt. Dabei werden die schwindende Dominanz der schwer gepanzerten Reiter, die Rolle des Söldnerwesens und die Frage nach der Bedeutung des Aufkommens von Feuerwaffen ebenso thematisiert wie mentalitäts- und alltagsgeschichtliche Aspekte der Kriegführung. An zentralen Beispielen – wie dem Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England, den Kriegen der Eidgenossen sowie den Hussiten-, Burgunder- und Türkenkriegen – sollen die hergebrachten Klischees mit Hilfe neuerer Forschungsansätze in Frage gestellt werden.

Literatur:
Prietzel, Malte: Krieg im Mittelalter, Darmstadt 2006.
Kortüm, Hans-Henning: Kriege und Krieger. 500 - 1500, Stuttgart 2010.
Althoff, Gerd (Hg.): Frieden stiften. Vermittlung und Konfliktlösung vom Mittelalter bis heute, Darmstadt 2011.
Paravicini, Werner (Hg.): Tannenberg – Grunwald – Žalgiris 1410. Krieg und Frieden im späten Mittelalter, Wiesbaden 2012.

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Pia Eckhart

Die Pest in Europa

Der als „Schwarzer Tod“ bezeichneten, großen Pestwelle der Jahre 1347 bis 1353 fiel rund ein Drittel der damaligen Bevölkerung Europas zum Opfer. Die Überlebenden teilten ein traumatisches Erlebnis, das Spuren im Wirtschaftsleben, in den Gesellschaftsordnungen, aber auch im religiösen und kulturellen Bereich hinterließ. Das Proseminar wird sich mit den vielschichtigen langfristigen Auswirkungen der Pest in europäischer Perspektivebeschäftigen und dabei Quellen aus unterschiedlichen Regionen bearbeiten.

Literatur:
Klaus Bergdolt, Der schwarze Tod in Europa. Die große Pest und das Ende des Mittelalters, 3. Aufl., München 2011. Ole J. Benedictow, The blackdeath, 1346 – 1353. The complete history, Woodbridge 2006.

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Marco Tomaszewski

Vormoderne Revolten und Aufstände

Unruhen und Aufstände sind derzeit weltweit in den Schlagzeilen. Gänzlich neue Phänomene sind es selbstverständlich nicht – gerade auch im späten Mittelalter und der Frühen Neuzeit gab es immer wieder Aufstände und Revolten der städtischen oder bäuerlichen Bevölkerung. Bisweilen dienen letztere sogar als Referenzpunkte für moderne Bewegungen, wie das Beispiel des „Bauernführers“ Joß Fritz zeigt, auf den sich die Anti-AKW-Bewegung am Oberrhein in den 1970er Jahren berufen hat und der in Freiburg noch heute als Namensgeber der Buchhandlung und des Joß Fritz Cafés präsent ist.
Im Proseminar sollen verschiedene solcher Revolten und Aufstände des 14. bis 18. Jahrhunderts betrachtet und miteinander verglichen werden. Das Spektrum reicht dabei von den sogenannten spätmittelalterlichen städtischen „Zunftkämpfen“ über englische peasant's revolts bis zur Bundschuh-Bewegung am Oberrhein, von „dem“ Bauernkrieg 1525 bis zu städtischen und bürgerlichen Aufständen des 17. und 18. Jahrhunderts.
Inwiefern lassen sich städtische Unruhen des 14. Jahrhunderts mit bäuerlichen Revolten des 18. Jahrhunderts vergleichen? Worin liegen Unterschiede zu heutigen Aufständen? Diesen und weiteren Fragen soll im Seminar nachgegangen werden. Dabei werden zugleich grundlegende Aspekte der vormodernen ständischen Gesellschaft behandelt.
Je nach Art der Prüfungsleistung kann das Seminar für die Mittelalterliche Geschichte oder die Geschichte der Frühen Neuzeit (1500-1800) angerechnet werden.

Literatur:
Blickle, Peter, Unruhen in der ständischen Gesellschaft 1300-1800, München 2., erw. Aufl. 2010.

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Übungen

 

Marco Tomaszewski

Abzeichen, Ehrenzeichen, Markenzeichen. Heraldik und Wappen in kulturgeschichtlicher Perspektive (mit eintägiger Exkursion)

Wappen waren seit dem späten Mittelalter allgegenwärtig. Trotz ihrer großen Bedeutung im Rahmen der vormodernen Kommunikation hat die genuin geschichtswissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet lange stagniert. Dies hat sicher zum einen damit zu tun, dass Heraldik als Wissenschaft von Wappen für viele „nur“ eine historische Hilfswissenschaft darstellte, mittels der Informationen über Akteure, Familienbeziehungen oder andere Aspekte gewonnen werden konnten. Zum anderen scheint die Heraldik als eigenständige Wissenschaft eher an generellen Regeln und Darstellungsweisen von Wappen interessiert und weniger an deren geschichtswissenschaftlicher Kontextualisierung, deren historisch spezifischen Erscheinungsformen und Funktionspotentialen.

Die an symbolischer Kommunikation interessierte kulturgeschichtliche Forschung hat dagegen mittlerweile begonnen, Wappen als Kommunikationsmedien mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Heraldik als Zeichensystem mit ausgeklügelten zeitgenössischen Regeln und Theorien, das aber in der Praxis oft auch pragmatisch gebraucht worden ist, bietet so interessante Einblicke in Repräsentationsformen vormoderner Gesellschaften.

In der Übung soll es daher nur am Rande um eine hilfswissenschaftliche Einführung in die Heraldik und deren Regeln gehen. Im Mittelpunkt steht die Einbettung der heraldischen Kommunikation mit Wappen in gesellschaftliche und kulturelle Kontexte. Dies soll vor allem durch forschendes Lernen an spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Wappenbüchern aus der Universitätsbibliothek Basel erfolgen. Hierzu ist eine eintägige Exkursion nach Basel geplant.

Literatur:
Heraldica Nova. Medieval heraldry in cultural-historical perspectives, URL=http://heraldica.hypotheses.org/[05.05.2014]; Paravicini, Werner, "Gruppe und Person. Repräsentation durch Wappen im späteren Mittelalter", in Oexle, Otto Gerhard, Hülsen-Esch, Andrea von (Hg.), Die Repräsentation der Gruppen. Texte - Bilder - Objekte, Göttingen 1998, S. 327-390; Scheibelreiter, Georg, Heraldik, Wien/München 2006.

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Prof. Dr. Birgit Studt

Forschungsdesign (Planung und Präsentation von Forschungsprojekten)

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Dr. Michael Matzke

Geschichte in der Hand. Münzen als historische Quelle (mit Exkursion nach Basel)

Münzen gehören zu den wichtigsten und am dichtesten überlieferten archäologischen Objekten, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Alten und Mittelalterlichen Geschichte leisten können, aber mangels einschlägiger Fachkenntnis und Erfahrung nur selten angemessen berücksichtigt werden. Die Übung wendet sich daher an Studierende aller einschlägigen Fachgebiete, insbesondere der historischen und archäologischen Disziplinen, und soll die notwendigen Grundkenntnisse und praktische Erfahrung zur Bestimmung und Interpretation von antiken und mittelalterlichen Münzen vermitteln. Dabei werden Geld und Münzen der Region am Oberrhein im Mittelpunkt stehen. Eine Exkursion nach Basel mit dem Besuch der dortigen Sammlungen und eine Arbeitsphase an den Originalen ist Teil der Übung.

Literatur:
Arnold Luschin von Ebengreuth, Allgemeine Münzkunde und Geldgeschichte des Mittelalters und der neueren Zeit, 2.Aufl., München/Berlin 1926; Niklot Klüßendorf, Münzkunde – Basiswissen (Hahnsche Historische Hilfswissenschaften, 5), Hannover 2009. Zeitraum: Antike bis Frühe Neuzeit, Schwerpunkt Mittelalterliche Geschichte.

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Dr. Michiel Decaluwé

Wahlen und Wählen im Mittelalter

Wahlen sind nicht nur einzentralerBestandteil von modernen demokratischen und parlamentarischen politischen Systemen, sondern in vielen mittelalterlichen Gesellschaften waren Wahlen und das Wählennicht weniger essentielle Elemente der politischen Willensbildung. Im Reich wurde der König gewählt, in der Kirche wurde der Papst gewählt, in den Städten wurden viele Amtsträger durch Wahl bestimmt, etc. Unterschiede aber natürlich auch Ähnlichkeiten in Wahlformen in verschiedenen politischen Kulturen und in der Bedeutung, die dem Wählen in diesen Kulturen zugemessen wurde, geben uns einen originellen Zugang für die Analyse und der Vergleich von mittelalterlichen politischen Kulturen.Wahlvorgänge hatten weitaus mehr Funktionen als nur ein Wahlergebnis zu erzielen. An Hand von Quellentextenund Literatur werden wir uns dem mittelalterliche Phänomen der Wahlannähern. Wir werden uns fragen, wie Wahlen funktionierten und organisiert wurden, welche Bedeutung und welche Autorität die Wahl und die Wahlergebnisse in unterschiedlichen politischen Kulturen des (Spät)Mittelalters hatten und welche Rolle Wahlen in Entscheidungsprozessen hatten. Die Übung hat das Ziel,die politische Entscheidungsfindung im (Spät)Mittelalter besser zu begreifen und die vielseitigen Funktionen von Wahlen und Wählen im (Spät)Mittelalter zu beleuchten.

Literatur:
Schneider (Reinhard) und Zimmermann (Harald), Hg., Wahlen und Wählen im Mittelalter, Sigmaringen, 1990.

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Pia Eckhart

Lektürekurs Ritualforschung

Rituale bieten seit langem ein fruchtbares Feld für die geschichtswissenschaftliche Erforschung der Vormoderne;Zeit genug, um deren Ergebnisse zu systematisieren und auch kritisch zu beleuchten, wie das Barbara Stollberg-Rilinger, eine der profiliertesten Vertreterinnen dieses Forschungszweigs, mit dem Band „Rituale“ tut. Der Kurs soll die Möglichkeit bieten, dieses grundlegende Studienbuch gemeinsam zu lesen und unter Heranziehung von Rezensionen intensiv zu diskutieren, um dabei auch gemeinsam Formen der Ergebnissicherung zu entwickeln.

Literatur:
Barbara Stollberg-Rilinger, Rituale (Historische Einführungen 16), Frankfurt 2013.

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Kolloquien

 

Prof. Dr. Birgit Studt

Examenskolloquium

Das Kolloquium wendet sich an Examenskandidaten/innen und fortgeschrittene Studierende. Es dient der Vorbereitung auf das Examen (Klausur, mündliches Staatsexamen).
Das Seminar findet als Kompaktveranstaltung in der zweiten Semesterhälfte statt.

Für die mündliche Staatsexamensprüfung im Frühjahr 2015 können Sie bis zum 30. September 2014 anmelden, indem Sie sich in eine Liste eintragen, die im Sekretariat ausliegt. In der Liste geben Sie an, von wem Sie bevorzugt geprüft werden wollen. In ersten Oktoberwoche melden wir uns bei Ihnen, damit Sie noch Zeit haben, Ihr Prüfungsthema abzustimmen und dies beim Landeslehrerprüfungsamt anzumelden.

Alle Kandidaten werden dann schriftlich zu einer Vorbesprechung für das Kolloquium eingeladen.

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Prof. Dr. Birgit Studt

Ringkolloquium "Methoden, Theorien und Forschungsparadigmen"

 

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